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ManuelDandlerDer Energietyp, zur Startseite

Fallstudie

Regionaler Versorger, Region Trier-Saarburg

Aus einem Projekt eine Struktur machen, die sich übertragen lässt.

Ausgangspunkt
Regionaler Versorger, Region Trier-Saarburg
Erweitert auf
Region Bitburg-Prüm, Region Idar-Oberstein/Birkenfeld
Zeitraum
[STARTJAHR NOCH ERGÄNZEN]
Vertriebsteam vor dem Start in ein Wohngebiet

Die Entwicklung

Der interessante Teil ist nicht die Zahl. Es ist der Weg dahin.

80 Neukunden pro Verkäufer sind ein Ergebnis. Interessant ist, was davor passieren musste – und dass sich derselbe Aufbau danach zweimal auf andere Marken übertragen ließ.

  1. Region Trier-Saarburg

    Der Ausgangspunkt: ein D2D-Projekt für einen regionalen Energieversorger.

  2. Funktionierende Struktur

    Aus dem Projekt eine Mannschaft machen, die verlässlich liefert – nicht nur eine Kampagne, die läuft.

  3. Reproduzierbar machen

    Recruiting, Ausbildung und Führung so festziehen, dass sie sich wiederholen lassen.

  4. Region Bitburg-Prüm

    Erste Übertragung der Struktur auf eine weitere regionale Energiemarke.

  5. Region Idar-Oberstein/Birkenfeld

    Zweite Übertragung – der Beweis, dass es kein Zufall war.

  6. Lokale Dreierteams

    Kleine Einheiten aus der Region, die in ihrer Region verkaufen.

  7. 80+ Neukunden pro Verkäufer

    Teilweise erreichte Leistung in diesen Strukturen – stornofrei.

01

Ausgangslage

Ein regionaler Energieversorger mit Direktvertriebsbedarf.

Der Versorger wollte Neukunden über den Weg gewinnen, der im Energievertrieb am unmittelbarsten ist: an der Haustür. Es ging nicht darum, ein gescheitertes Vorhaben zu retten – es ging darum, einen Kanal aufzubauen, der verlässlich liefert und den man später auch selbst führen kann.

Ein regionaler Versorger hat dabei eine Ausgangsposition, die kein überregionaler Anbieter mitbringt: Die Marke ist vor Ort bekannt, viele Kunden kennen das Unternehmen aus ihrem Alltag. Das öffnet Türen – und es erhöht gleichzeitig den Anspruch an das, was an dieser Tür passiert. Wer für einen regionalen Versorger klingelt, klingelt im Namen eines Nachbarn.

02

Herausforderung

Aus einem Projekt eine reproduzierbare Struktur entwickeln.

Ein einzelnes D2D-Projekt zum Laufen zu bringen, ist die kleinere Aufgabe. Die eigentliche Herausforderung war, daraus eine Struktur zu machen, die man auf weitere regionale Energiemarken übertragen kann, ohne jedes Mal bei null anzufangen.

Das heißt konkret: geeignete Verkäufer finden und aufbauen, kleine Teams entwickeln, die auch ohne ständige Aufsicht funktionieren, im Feld ausbilden statt im Seminarraum, und dabei Qualität und Leistung gleichzeitig sichern. Menge allein hätte in einer Region, in der jeder jeden kennt, mehr kaputtgemacht als gebracht.

03

Strategie

Klein anfangen, sauber machen, dann übertragen.

Statt eine große Mannschaft zusammenzustellen und zu hoffen, dass genug davon übrig bleibt, wurde bewusst mit kleinen Einheiten gearbeitet. Kleine Teams lassen sich führen, korrigieren und beobachten – und wenn etwas nicht funktioniert, merkt man es nach Tagen und nicht nach Monaten.

Der zweite Grundsatz: alles, was funktioniert, wird festgehalten. Nicht als Konzeptpapier, sondern als Ablauf, den ein anderer wiederholen kann. Recruiting, Einarbeitung, Gesprächsaufbau, Nachhalten – jeder Schritt so beschrieben, dass er nicht an einer einzelnen Person hängt.

04

Recruiting und Mannschaft

Leute aus der Region, die in der Region verkaufen.

Aufgebaut wurden lokale Dreierteams. Drei Personen sind klein genug, dass jeder Einzelne gesehen wird, und groß genug, dass ein Gebiet ernsthaft bearbeitet werden kann.

Wichtiger als Vorerfahrung war die Frage, ob jemand die Region kennt und ob er bereit ist, dreißigmal am Tag ein Nein zu hören, ohne es persönlich zu nehmen. Verkaufen kann man beibringen. Die Bereitschaft, jeden Tag rauszugehen, nicht.

05

Ausbildung

Gelernt wurde an echten Türen, nicht im Schulungsraum.

Ausgebildet wurde nach dem Prinzip, das später zur Energietyp-Methode wurde: verstehen, sehen, machen, korrigieren, können. Am ersten Tag wird über Türen geredet, am fünften steht der Verkäufer allein davor.

Der Unterschied zu klassischen Schulungen liegt im Feedback. Ein Gespräch wird nicht abends im Rückblick besprochen, sondern direkt danach, an der nächsten Ecke, solange beide noch wissen, was genau gesagt wurde.

06

Operative Umsetzung

Mitgehen statt Berichte lesen.

Geführt wurde im Gebiet. Wer wissen will, warum ein Verkäufer seit zwei Wochen unter seinen Zahlen liegt, findet die Antwort nicht in einer Auswertung, sondern an der dritten Tür des Tages.

Parallel lief die Qualitätssicherung mit: Wie wurde das Angebot erklärt, was hat der Kunde tatsächlich verstanden, wie sicher war seine Entscheidung. Ein Abschluss, bei dem der Kunde hinterher nicht sagen kann, was er unterschrieben hat, ist ein Storno mit Verzögerung.

07

Erweiterung und Skalierung

Von Trier-Saarburg auf Bitburg-Prüm und Idar-Oberstein/Birkenfeld.

Als die Struktur stand, wurde sie übertragen – zuerst auf die Region Bitburg-Prüm, danach auf Idar-Oberstein/Birkenfeld. Dieselbe Logik, dieselbe Ausbildung, dieselbe Teamgröße, andere Region und andere Marke.

Genau das war der eigentliche Prüfstein. Ein Projekt, das nur an einem Ort funktioniert, ist ein glücklicher Umstand. Eines, das sich zweimal übertragen lässt, ist ein System.

08

Ergebnisse

Teilweise über 80 Neukunden pro Verkäufer – stornofrei.

In diesen Strukturen wurden teilweise mehr als 80 Neukunden pro Verkäufer erreicht. Die genannten Ergebnisse waren dabei stornofrei.

Die zweite Zahl ist die wichtigere. Eine hohe Stückzahl bekommt man auch mit Druck. Eine hohe Stückzahl ohne Storno bekommt man nur, wenn die Kunden verstanden haben, was sie entschieden haben – und das entscheidet sich in der Gesprächsführung, nicht im Abschluss.

09

Learnings

Was aus diesem Projekt geblieben ist.

Kleine Teams schlagen große Mannschaften, solange niemand die Zeit hat, jeden Einzelnen zu führen. Drei Leute, die geführt werden, liefern verlässlicher als zehn, die nur eingeteilt sind.

Regionalität ist ein Vorteil, aber sie verzeiht keine schlechte Arbeit. In einer Region, in der man sich kennt, spricht sich beides herum – gute Beratung genauso wie ein Verkäufer, der jemanden überrumpelt hat.

Und der Punkt, der über dieses Projekt hinausgeht: Eine Struktur ist erst dann etwas wert, wenn sie sich wiederholen lässt. Alles, was nur mit einer bestimmten Person funktioniert, ist kein System, sondern Glück.

Was in dieser Fallstudie bewusst fehlt.

Kein Startjahr, keine Gesamtzahl an Verkäufern, keine Umsätze und kein Kundenzitat. Diese Angaben liegen entweder nicht belastbar vor oder sind nicht freigegeben – und eine Fallstudie mit erfundenen Details wäre den Rest auch nicht wert.

Was hier steht, ist belegt: der Ausgangspunkt, die Erweiterung auf zwei weitere Energiemarken, die lokalen Dreierteams, die teilweise erreichten 80+ Neukunden pro Verkäufer und dass diese Ergebnisse stornofrei waren.

Dieselbe Frage für Ihr Haus?

Ob sich ein eigener Aufbau bei Ihnen rechnet, hängt an Ihrer Region, Ihren Zielgrößen und Ihrer Personalsituation. Rechnen Sie es durch oder bringen Sie es mit ins Gespräch.